Jessy auf Sansibar (15.02. bis 22.04.2011)

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Jessy hat sich ja schon immer sehr engagiert und wollte unbedingt mal in Afrika in einem Krankenhaus arbeiten. Nach langer Internet-Recherche und vielen Fragen per Mail bei world-unite hat sie sich nun für Sansibar entschieden.

Am 15.02.2011 war es soweit. Von Hannover um 6.55 Uhr nach Zürich, weiter um 9.35 Uhr nach Tansania / Flughafen Dar es Salaam, (kurze Zwischenlandung in Nairobi)

Ankunft 21.05 Uhr Ortszeit (in Deutschland 19.05 Uhr).  Dort ins Hotel und am nächsten Tag auf die Fähre (ca. 2 Std.) nach Sansibar.

Der Flughafen Dar es Salaam ist der wichtigste Flughafen von Tansania. Er liegt etwa zwölf Kilometer südwestlich von Daressalam und ist mit einer Ende der 1980er Jahre gebauten vierspurigen Schnellstraße gut an die Innenstadt angebunden.

Tansania (amtlich Vereinigte Republik Tansania, Swahili: Jamhuri ya Muungano wa Tanzania) ist ein Staat in Ostafrika. Es liegt am Indischen Ozean und grenzt an Kenia und Uganda im Norden, Ruanda, Burundi und die DR Kongo im Westen und Sambia, Malawi und Mosambik im Süden.

 
 

14.02.2011 Goodbye Deutschland

So, für alle die es interessiert: die Koffer sind weggebracht und ich sitze völlig ruhig und entspannt auf dem Sofa ...

Nein!! Ich bin völlig aufgeregt!!!!!!!! Morgen um 6:55Uhr starte ich Richtung Zürich und fliege dann, wenn hoffentlich alles klappt, um 9:35 weiter nach Dar es salaam. Nach kurzer Zwischenlandung in Nairobi, wo sicherlich schon einige Leute aussteigen werden, werde ich dann hoffentlich um 21:05 Uhr Ortszeit (in Deutschland ist es 19:05) landen.

Dort holt mich dann ein Fahrer der Organisation ab und bringt mich ins Hotel. Erst am nächsten Tag, gegen frühen Nachmittag werde ich dann per Fähre (die 2-3 Stunden braucht) auf Sansibar eintrudeln.

Sofern die Stromversorgung auf Sansibar vorhanden ist (letztes Jahr war mehrere Monate (!) am Stück Stromausfall) werde ich versuchen mich regelmäßig zu melden.

Kwa heri (Suaheli für "Tschüss" wörtl: "Mit Glück)
Jessy

15.02: Jessy's Maschine landet mit 40 Minuten Verspätung in Zürich! In letzter Sekunde hat sie den Anschlussflug nach Tansania erreicht. (auch ihre Koffer kamen mit ihr in Tansania an ... es passiert wohl öfter mal, dass die Koffer erst mit der nächsten Maschine eintreffen!)

16.02: Sie ist auf Sansibar angekommen!

Hier die erste Mail von Jessy (sie schreibt immer eine Sammelmail an etliche Leute, die ich nur kopiere)

17.02. Gruesse von Sansibar

So, zweiter Versuch, gerade ist hier alles abgestuerzt, als ich die Mail abschicken wollte ... also alles nochmal schreiben ...

Erstmal fuer alle zur Beruhigung: Ich bin gut auf Sansibar angekommen.

Dank des schlechten Wetters in Hannover, musste der Flieger am Flughafen noch enteist werden, was zur Folge hatte, dass ich knappe 20 Min. vor Abflug des Fliegers nach Dar es salaam erst in Zuerich gelandet bin. Nach einer Bahnfahrt zu dem richtigen Terminal, einer Passkontrolle und erneuten Sicherheitskontrolle sass ich dann voellig durchgeschwitzt und fertig 5 Min. vor Abflug im Flieger. Der Flug war recht unkompliziert und dank netter Filme auch nicht allzu lang. Nach 8 Stunden landeten wir in Nairobi, wo die Haelfte ausstieg und 2 Stunden spaeter, um 21.45 Uhr in Dar es salaam.

Dort bekam ich nach langer Wartezeit mein Visum und wurde von einem Fahrer der Organisation zusammen mit einem deutschen Touristen ins Hotel gebracht. Wir gingen dann noch ein wenig durch das naechtliche Dar es salaam - was ich definitiv nicht weiterempfehlen wuerde. Nach Einbruch der Dunkelheit (7Uhr) ist kaum noch wer auf den Strassen und alles ist dunkel und einfach schaebig und dreckig dort. Das Hotel war ok, Zimmer mit Klimaanlage! :)

Am naechsten Tag ging es mit der Faehre nach Sansibar, dauerte etwa 2 Stunden. Hier wohne ich in Stone Town (der Hauptstadt direkt an der Kueste) und kann von der Wohnung alles erreichen: Das Krankenhaus, den Markt, einen kleinen Strand und die Station wo die Busse in alle Richtungen fahren. Ich bekam eine Stadtfuehrung, habe aber bereits alles wieder vergessen. Es gibt nur 2 grosse Strassen (eine einzige Ampel!), sonst besteht die ganze Stadt aus kleinen, verwinkelten Gassen, wo man sich perfekt verlaufen kann. Aber ich bin ja meist nie alleine unterwegs.

Die Wohnung hat 5 Zimmer fuer Volunteers, eine Kueche, Bad und Wohnzimmer. Wenn wir in den naechsten Tagen dann auch wieder fliessend Wasser haben (seit 4 Tagen laeuft nix..) kann man es dort gut aushalten. (Ja, jetzt weiss ich, dass ich in Afrika bin) Wasser holen wir derzeit in kleinen Faessern vor der Tuer, Stromausfall war wohl die letzten Tage immer mal stundenweise.

Mein Zimmer ist dank Deckenventilator recht kuehl und hat ein grosses Bett mit Moskitonetz ... mal sehen wie lange ich von der Malaria verschont bleibe!

Den Abend habe ich mit 2 anderen Volunteers an einer Bar am Strand bei einem kuehlen Bier ausklingen lassen ...(1,50 Euro fuer die Happy Hour, also soviel Bier wie man moechte!!!)

Zum Wetter: Gestern war es zum Glueck bewoelkt, aber total schwuel. Heute scheint die Sonne und es ist uuuunglaublich heiss. (Wozu habe ich nochmal lange Kleidung mitgenommen???)

Heute hatte ich dann meinen ersten Tag im Krankenhaus. Ich habe mich fuer diese und naechste Woche fuer die Paediatrie entschieden und danach gucke ich spontan. Die einzelnen Abteilungen bestehen hier aus einem einzigen Raum mit 20-30 Betten. Teilweise teilen sich 2-3 Kinder die Betten und Muetter und Vaeter sind meist auch dabei. Die Krankenschwestern sprechen leider nur sehr wenig Englisch, ich denke ich werde mich ab morgen eher an die Arzte haengen. Wobei die Schwestern hier auch aerztliche Taetigeiten ausfuehren. Heute hat eine z.b eine Brandblase aufgestochen (der Arm war auf das fuenffache geschwollen) und versorgt, ohne dass ein Arzt draufgeguckt hat.

So richtige Arbeitszeiten habe ich auch nicht. Die ganzen Studenten kommen und gehen wann sie wollen. Immerhin bezahlen wir ja auch ordentlich Geld. Es ist jetzt kurz nach 12 und wir werden wohl gleich einen Bus suchen, der uns zu einem schoenen Strand faehrt ...

Liebe Gruesse,
Jessy
 

20.02. News

Hallo ihr Lieben, ich sitze gerade in Kendwa (Strand im Norden der Insel) und die Verbindung ist mal wieder meeeeega langsam. Ist hier wohl sehr tageszeiten und uhrzeitenabhaengig.

Am Freitag waren wir an einem kleinen Strand etwa 10 Min Fahrt und 15 Min Fussweg von unserer Unterkunft weg. Fahren tut man auf der Insel groesstenteils mit den sogenannten Daladalas. Das sind kleine umgebaute offene LKW in die so viele Menschen gequetscht werden, wie mitwollen. Da hat man dann auch mal wildfremde Menschen auf dem Schoss sitzen ... alles sehr abenteuerlich.

Hier nach Kendwa sind wir mit einem etwas groesseren Bus ca. 1,5 Stunden gefahren. Gestern war hier FullMoonParty, war aber nicht so toll wie erhofft, so dass wir die 2 Tage lieber zum Urlaub machen an einem traumhaften Strand verbringen.

Immerhin gibt es hier fliessend Wasser. Gestern frueh hatten wir in unserer Wohnung weder Wasser noch Strom!! Mitten in der Nacht ist dadurch auch der Ventilator ausgegangen und es war unmoeglich zu schlafen.

Hier hab ich dafuer dank kaputter Moskitonetze in der Nacht mind. 6 Mueckenstiche bekommen, ich hoffe keine der Muecken war Malariatraeger, sonst werde ich es wohl in ein paar Tagen merken.

Essen ist hier uebrigens meist recht lecker, sehr viel indisches (meist 3-4 Euro) oder lokale Sachen wie gefuellter Blaetterteig. Bislang vertrage ich auch alles gut! :)

Ich werde versuchen, die Tage ein paar Bilder online zu stellen! Freue mich auch immer ueber Nachrichten von euch. Wird nur schwer mit dem persoenlichen Antworten, da eine Mail hier abzuschicken schon so 5 Min dauert ...und schreiben ist bei den Tastaturen auch doof!

Soweit dazu ... wir fahren gegen Nachmittag wieder nach Stone Town zurueck und morgen startet die neue "Arbeitswoche"!

 

21.02. Ich schon wieder ...

... so, gerade sitzen wir in einem Internetcafe und die Verbindung scheint recht stabil zu sein. Ich lade euch gerade ein paar Fotos hoch, darum noch ein paar Infos:

(wahrscheinlich sind die Fotos bei studivz (?!?) zu sehen, ich habe da keinen Zugriff, aber vielleicht bekomme ich per Mail mal einige Fotos, dann werde ich diese hier reinsetzen, i.A. Conny)

Die Preise fuer die alltaeglichen Dinge sind hier sehr unterschiedlich. Eine Flasche Wasser (1,5 l) z.B. gibt es fuer etwa 25 Cent, ein Hauptgericht gibt es in den einheimischen Lokalen ab 2,50 Euro, in Hotels und Touristenrestaurants eher ab 6,00. (Das leisten wir uns eigentlich nicht). 6 Rollen Toilettenpapier kosten allerdings gleich 8 Euro!!! Eine Fahrt mit dem Daladala auf die andere Seite der Insel kriegt man fuer 1,00. Die gleiche Strecke im Taxi (40 km) hatten wir gestern fuer 4 Euro (fuer 3 Personen!!!). Man kann hier also recht guenstig leben. Nur ein Glas Wein ist mit 3 Euro verhaeltnismaessig teuer. (Obwohl hier 95 % muslimisch sind, gibt es ueberall in den Bars Alkohol)

Heute habe ich auf der Kinderstation die ersten Verbaende machen koennen. Ich wollte es mir eigentlich erst ansehen, aber ich wurde direkt aufgefordert, es selbst zu versuchen. Es ist einfach mal komplett anders als in Deutschland. Es wird alles mit der Hand angefasst, sterile Pinzetten liegen dort nur als Zierde rum. Jede Wunde, egal was, wird mit einer feuchten Kompresse versorgt (selbst tiefe Brandwunden), anschliessend eine trockene Mullbinde drumrum.

Die Kinder haben hier teilweise Krankheiten, die in Deutschland kaum vorkommen. Es gibt super viele Brandwunden und ganz viele Verletzungen durch Beschneidung.

Naechste Woche werde ich in der Geburtshilfe arbeiten. Heute haben wir uns diesen Bereich angeguckt. In einem Bereich lagen 30 Frauen in den Wehen und haben gewartet. Es gibt leider nur 3 Entbindungsliegen (aus Stahl!) und viele entbinden auf dem Fussboden.  Laut Statistik gibt es pro Tag 25-70 Geburten und etwa 25 Kaiserschnitte. Ich bin also sehr gespannt, was mich dort naechste Woche erwartet.

Diese Woche werden wir wohl noch an einer Spice/Tour teilnehmen, denn Sansibar ist beruehmt fuer seine ganzen Gewuerze. (Ich nehme Bestellungen noch bis Mitte April entgegen...*g*) Am Wochenende versuchen wir ein guenstiges Hotel an der Ostkueste zu finden, um ein paar entspannte Tage am Strand zu verbringen.

Hotels koennen hier schon ziemlich teuer werden, unser 3-Bett Zimmer am Wochenende hat fuer die eine Nacht jedoch nur 68 Dollar gekostet.

Gleich werden wir versuchen, die Stadt ein bisschen besser kennenzulernen. Die Wege sind so verwinkelt, dass ich mich immer noch staendig verlaufe. Es gibt zwar bestimmte Plaetze, die man immer wiederfindet, aber zahlreiche Wege dazwischen, in denen sich die verschiedensten kleinen Geschaefte aneinanderreihen.

Falls sich jemand noch spontan dazu entschliessen sollte, vorbeizukommen: Ihr seid herzlich eingeladen! :) Zur Zeit gibt es sogar Wasser UND Strom! :)

Liebe Gruesse und bis demnaechst

 
Noch einige Infos, die ich per Mail erhalten habe: Das Betteln auf den Straßen ist wohl nicht so schlimm, wie angenommen. Aber Jessy meinte, dass man ständig angesprochen, begrüßt und befragt wird, wie es einem denn so geht.
Wettermäßig hätte sie nichts dagegen, wenn es mal wolkig wäre oder es sogar schneien würde, es muss wohl sehr heiß sein, außerdem ist sie schon ziemlich braun gebrannt. Leider sind ihre Füße voller Blasen, die bei den Temperaturen nur schlecht heilen. Und trotz Moskitonetz und viel Cremerei, wird sie von Mücken gequält, doch angeblich soll die Malariarate nur bei 1 % liegen.
 

23.02.  so ihr lieben...

So, wieder einmal ist der Computer hier abgestuerzt, kurz bevor ich die Mail abschicken wollte ... argh!!!

Die erste Woche ist nun um, und ich fuehle mich hier schon ganz wohl. :) Man muss sich einfach an die Mentalitaet der Leute gewöhnen. Hier geht alles sehr viel langsamer und man hat das Gefuehl, keiner wuerde so richtig arbeiten. Bei der Hitze ist aber selbst sitzen und atmen schon anstrengend genug!

Fuer alle medizinisch Interessierten: Ich habe die letzten 2 Tage im OP verbracht, z. Zt. ist ein Aerzteteam aus Holland hier, die 2x im Jahr fuer jeweils 2 Wochen nach Sansibar kommen, um OPs durchzufuehren, die die einheimischen Arzte nicht koennen, bzw. nicht fuer noetig erachten. Das Team besteht aus 2 plastischen Chirurgen, einer Anaesthesistin und einer OP-Schwester. Hauptsaechlich werden hier Lippen-Kiefer-Gaumenspalten, Schaeden durch die Beschneidung (urethrale Fistel) und Fehlstellung bzw. Kontrakturen (durch ueberwiegend Verbrennungen) an den Fingern operiert. Alles Dinge, die es in Europa durch Vorsorge oder richtige Behandlung nicht geben wuerde!

Die Hygiene usw. ist natuerlich katastrophal. Heute war waehrend der OP ploetzlich die Sauerstoffflasche alle und es wurde in aller Ruhe eine Neue geholt. Ggf. muss sie sogar von der anderen Seite der Insel abgeholt werden!!! Ist schon erschreckend, so was zu sehen, wenn man den Vergleich zu Deutschland hat. Auch die Narkosemedikamente usw. werden in Deutschland gar nicht mehr zugelassen, weil sie schaedlich sind. (hier wird Halothan verwendet in Kombi mit lokaler Anaesthesie)

Die Kinder auf der Station haben sich so langsam daran gewoehnt, dass viele Weisse rumlaufen und sind schon richtig zutraulich geworden. Sie sind auch sehr leicht zu  begeistern und koennen sich z.B. mit einem Luftballon stundenlang beschaeftigen. Durch meine paar Brocken Suaheli, die ich bislang anwenden konnte, finde ich auch leichter Zugang zu den Kleinen.

Es gibt zurzeit jede Menge Medizinstudenten hier, die die Reise ohne die Organisation gebucht haben, und man lernt staendig neue Leute kennen. Am Wochenende werden wir 3 Tage "Urlaub" in einem Hotel an der Ostkueste machen.

Soweit so gut, mir rennt die Zeit davon (sitze in einem Internetcafe)
Bis bald!

Ich hatte Jessy auch gefragt, wie denn überhaupt die Arbeitszeiten im Krankenhaus für sie und die Studenten sind. Sie meinte, dass sie früher gehen, bevor sie vor Langeweile stundenlang rumsitzen. (es wird aber auch nicht vom KH erwartet, dass dort die volle Stundenzahl geleistet wird, schließlich müssen sie ja auch pro Woche 75 Dollar zahlen, damit sie dort überhaupt arbeiten dürfen)

Dann wollte ich wissen, warum die Kinder so viele Brandwunden haben. Sie verletzen sich meist am offenen Feuer, aber auch durch heißen Brei, außerdem gibt es auch noch sehr oft Autounfälle, bei denen viele Kinder verletzt werden.

Essen! Jessy isst zum Frühstück meist nur eine Banane, mittags und abends gehen dann alle essen (überwiegend indisch) und somit gibt sie täglich um die 10-15 Euro für Essen aus.

Und hier nun einige Bilder. Bene war so lieb und hat mir die 3 Fotos, die Jessy mit viel Geduld bei StudiVZ hochgeladen hat, per Mail gesendet.

Sonnenuntergang in Mbweni

Strand in Kendwa

Weg zu unserem Haus

 

24.02. Fotos!!! Jessy hat ein schnelles Internetcafe gefunden und einige Fotos hochgeladen, die mir Bene gesendet hat. Auf meine Nachfrage, ob denn ihre Blasen an den Füßen schon etwas geheilt sind, schrieb sie, dass wohl nur eine Blase etwas entzündet aussieht. Diese wird fleißig desinfiziert, außerdem ist schon Schorf drum herum.

Heute haben sie die Spice-Tour gemacht, aber in der nächsten Rundmail wird Jessy ausführlich darüber berichten. Und morgen Vormittag geht es nach Jambiani an die Ostküste. Zitat: ... machen also blau und schlafen aus. Es interessiert hier absolut keinen, wann man kommt oder geht...

 
 

Strand in Bweni, ca. 30 Min. vom Haus entfernt

hier sitzen wir meist am Abend (Livingstone)

mein Bettchen

 

sehr kleiner Strandabschnitt in Stone Town, ca. 5 Min. Fußweg

eine der (schöneren Gassen) in Stonetown

Strand in Kendwa

... aber 'nen Ipod (der holländischen Ärzte)

Sauerstoffversorgung

OP-Waschraum

 
Bene hat sich wieder die Arbeit gemacht und mir etliche Fotos gesendet, die ich direkt in Jessy's Text einbauen werde.
 

28.02. News

Hallo ihr Lieben,

nach einem sehr schoenen Wochenende in Jambiani an der Ostküste habe ich nun mal wieder etwas Zeit zum Berichten.

Das Wasserproblem besteht leider nach wie vor und wir sind froh, wenn wir mal eine Gelegenheit zum Duschen finden! *g* Ist auf Dauer schon sehr nervig, vor allem da man nie weiss, wann es geht und wann nicht. Zur Zeit stehen wir mitten in der Nacht auf, um die Pumpe fuer das Wasser anzustellen. :)

Waesche waschen ist auch sehr abenteuerlich. Die Waschmaschine muss man selber mit Wasser fuellen und zum Schleudern kommt die Waesche dann in einen anderen Behaelter. Aber es ist alles machbar und genau diese Art von Erfahrung macht Afrika ja nun auch aus! :)

Am Donnerstag haben wir die Spice-Tour unternommen und sind ca. 2 Stunden durch die Gegend gelaufen/gefahren und haben uns die verschiedensten Gewuerze angesehen. Auf Sansibar waechst zur Zeit vor allem Kardamon, Zimt, Vanille, Muskatnuss, Ingwer, Mango, Banane, Passionsfrucht. Wir konnten die verschiedensten Dinge probieren bzw. riechen. Ich bin jetzt ein Fan von Zitronengrastee geworden! Mmmmhhhh ...  

Muskatnuß

 
Am Freitag ging es dann morgens los mit dem Daladala Richtung Jambiani. Diese Fahrten sind immer sehr abenteuerlich. Zwischendurch haben wir jede Menge Holz, Metallstangen und anderes Baumaterial auf dem Dach aufgeladen und waren kurz vor Ende der Fahrt (die fast 2 Stunden gedauert hat) auch wieder restlos ueberladen. Im Daladala haben wir einen sehr netten Kerl kennengelernt, der in der Naehe unseres Hotels ein Restaurant betreibt. Er holte uns dann am Abend auch vom Hotel ab, verwohnte uns mit sehr viel leckeren Essen und wir bezahlten am Ende einfach soviel wie wir wollten. Es gab diverse Fischeintoepfe (Red/White Snapper) sowie Papageienfisch und Rochen (!!!).
Den Samstag haben wir eigentlich nur am Strand gelegen und mal so richtig entspannt. Fuer 2,00 haben wir uns dann auch 30 Min. massieren lassen.

Das einzig Anstrengende an dem Tag, waren die einheimischen  Kinder.

Am Anfang sind sie ja noch recht suess, irgendwann nerven sie jedoch gewaltig, wenn sie einen die ganze Zeit aus naechster Naehe beobachten und "Jambo" (Hallo) rufen, wenn man gerade am lesen oder schlafen ist.

süss, aber auf Dauer anstrengend

Der Sternenhimmel am Abend ist einfach unglaublich.

Ich habe in meinem Leben noch nie so viele Sterne gesehen bzw. die Milchstrasse so klar erkennen koennen.

Den Mond sieht man allerdings hier erst sehr spaet in der Nacht.

 

 
Am Sonntag sind wir dann nach Kizimkazi (Südspitze) gefahren und haben eine Delphin-Tour gemacht. Leider waren wir erst gegen 10 Uhr dort, was scheinbar etwas zu spaet fuer die Delphine ist. Am Morgen waren dort wohl noch 20, wir haben nur 3 gesehen. Die Boote sind denen dann hinterhergerast (nicht wirklich tierfreundlich) und wir sind ins Wasser gesprungen. Leider haben wir es nicht wirklich geschafft, viel von den Delphinen im Wasser mitzubekommen: stattdessen haben wir aber ueberall Pusteln von irgendwelchen Quallen bekommen ... sehr doof! :(

 
Tja, soviel zu dem Wochenende. Heute hatte ich dann meinen ersten Tag in der Geburtstation und konnte einen Kaiserschnitt sowie 2 Geburten sehen, die unglaublich schnell gingen. Mal sehen, ob ich in den naechsten Tagen dann auch ein wenig mehr mithelfen kann.

 

 

Noch ein wenig zu Sansibar: Es sind hier wahnsinnig schoene Hauser zu finden, voellig unterschiedliche Architektur, u.a. gibt es hier richtige Plattenbausiedlungen. Aus welcher Zeit die stammen, laesst sich leicht erahnen ...

Blick vom Krankenhausgelände

Auf den Strassen muss man auch haeufiger mal Kuehen ausweichen, die ganz gemaechlich hier entlangtrotten.
 

Food Market ... hier kann man sich den Fisch aussuchen, der dann direkt gebraten wird

 

 

Papageienfisch und Rochen

Darajani (Busbahnhof)

 
So, Schluss fuer heute....
 
Ganz liebe Gruesse, ich hoffe ihr habt auch ein wenig Sonne!

 

01.03. Auf meine Frage, wie teuer es eigentlich in den I-Net-Cafes sei, antwortete Jessy, dass in den meisten Cafes 1 Stunde ca. 50 Cent kostet. Aber in einem besseren/schnelleren I-Netcafe hat sie für 1,5 Std. um die 2,50 Euro gezahlt. Das hat wohl eine sehr gute Verbindung, so dass sie mit Bene skypen konnte. Heute wollen sie noch in den Jozani-Forest (Nationalpark).

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